Der 1998 im Raum Stuttgart geborene Saxophonist, Komponist und Improvisator Max Treutner wurde schon früh als Ausnahmetalent des zeitgenössischen Jazz wahrgenommen. Als Jugendlicher gewann er 2010 und 2012 jeweils den Haupt‑ und Solistensonderpreis beim Nachwuchswettbewerb Jugend jazzt Baden‑Württemberg und etablierte sich damit auf den Bühnen der Landes‑ und Bundeswettbewerbe. Seine akademische Ausbildung begann er bereits mit 16 Jahren an der Hochschule der Künste Bern, wo er 2017 seinen Bachelor in Music Performance mit Auszeichnung abschloss. Anschließend folgten zwei Masterabschlüsse in Jazz‑Performance und Musikpädagogik in Bern und Basel. Zwischen 2020 und 2023 war Treutner Mitglied des Bundesjazzorchesters (BuJazzO), das talentierte Instrumentalisten aus ganz Deutschland vereint, und er spielte in renommierten Ensembles wie dem Swiss Jazz Orchestra, der Uptown Big Band Bern und dem Sunday Night Orchestra. Seit 2024 ist er zudem regelmäßiges Mitglied der SWR Big Band, einer der führenden europäischen Rundfunkbigbands.
Treutners künstlerische Handschrift speist sich aus einer stilsicheren Mischung von Emotionalität, Improvisationsfreude und konzeptioneller Klarheit. Mit seinem eigenen Quartett, dem Working‑Band‑Projekt Threeamisu sowie Formationen wie dem Vindue‑Duo mit Jonas Andersen und Clara Vetter widmet er sich seit 2015 eigenständigen Kompositionen im Spannungsfeld zwischen modernem amerikanischem und europäischem Jazz. Als gefragter Side‑ und Studiomusiker arbeitet er mit der Showband von Teddy Teclebrhan und anderen Großformationen zusammen und tourt regelmäßig in Deutschland, der Schweiz, Israel, Rumänien und weiteren Ländern. Sein facettenreiches Tenorsaxophonspiel führte ihn außerdem zu Kooperationen mit internationalen Jazzgrößen wie Django Bates, Maria Schneider, Adrian Mears und John Beasley.
Im Juli 2024 realisierte Treutner in New York sein Debütalbum „Zen Garden“ – gemeinsam mit dem Bassisten Matt Penman, dem Schlagzeuger Jochen Rueckert und dem Gitarristen Silvan Joray. Das Album wurde am 22. August 2025 bei nWog Records veröffentlicht und verbindet emotionale Tiefe mit improvisatorischer Offenheit und konzeptioneller Reife. Seine musikalische Vision schafft dabei eine eigene Klang‑Topografie, die sich von klassischen Jazzstrukturen löst und dennoch zugänglich bleibt. Die internationale Presse lobte „Zen Garden“ als „bemerkenswert reifes Debüt“ und „Versprechen in die Zukunft“. Die Aufnahme machte Treutner zum Shooting‑Star der jüngeren Generation – bei der Auswahl für den Deutschen Jazzpreis 2026 wurde das Album als Debüt‑Album des Jahres nominiert.
Neben der Veröffentlichung seines ersten Albums bleibt Treutner auch als Solist und Pädagoge aktiv. Im Jahr 2019 wurde er beim Schweizer Generations Jazz Festival von Maria Schneider als bester Instrumentalist der Generations Unit ausgezeichnet. Seine Leidenschaft für die Vermittlung von Jazz spiegelt sich in seiner Arbeit als Dozent für improvisierte Musik wider; er gibt Workshops und Meisterklassen im In‑ und Ausland. Aktuell lebt er in Gaggenau bei Karlsruhe und arbeitet an neuen Kompositionen sowie an seinem zweiten Album. Treutner sieht Musik als Prozess des Entdeckens: „Meine Stücke hinterfragen, ob Musik einen festen Ort braucht, oder ob sie ihren eigenen Raum erschafft“. Diese Suche nach neuen Klangräumen und die Lust, Grenzen zu verschieben, prägen sein Spiel – ob als Solist im intimen Quartettkontext, als kreativer Kopf eigener Ensembles oder als Mitglied großer Big‑Band‑Produktionen wie der SWR Big Band.
Mit seinem unermüdlichen Einsatz für den zeitgenössischen Jazz, seiner virtuosen Spieltechnik und seiner kompositorischen Vision zählt Max Treutner zu den prägenden Stimmen der jungen europäischen Jazzszene. Die Nominierung für den Deutschen Jazzpreis und die Kooperation mit der SWR Big Band markieren lediglich den Beginn einer Karriere, die durch musikalische Neugier, hohe Standards und internationale Ausstrahlung bestimmt ist.